Top-Saunen: Traditionelle und moderne Saunalandschaften
Saunen gehören seit Jahrhunderten zur Kultur vieler Länder und haben sich in den letzten Jahrzehnten zu vielfältigen Erholungsräumen weiterentwickelt. In diesem Beitrag stelle ich die bekanntesten Saunatypen vor — von der klassischen finnischen Sauna über Infrarotkabinen bis zur Salz- und Kräutersauna — und gebe praktische Tipps zu Temperaturwahl, Dauer, Abkühlung und Hygiene.

1. Die klassische finnische Sauna
Die finnische Sauna ist die wohl bekannteste Form: sehr hohe Temperaturen (80–100 °C) und geringe Luftfeuchte. Aufgüsse mit Wasser auf heißen Steinen erzeugen kurzzeitig höhere Luftfeuchte und schaffen das typische Saunaerlebnis. Empfehlenswert sind 8–15 Minuten pro Durchgang für geübte Saunagänger. Bitte langsam aufsteigen, auf den Körper hören und bei Schwindel sofort die Sauna verlassen.
2. Bio- oder Softsauna
Bio- oder Softsaunen arbeiten mit moderateren Temperaturen (50–70 °C) und höherer Luftfeuchte. Sie sind besonders geeignet für Anfänger, ältere Menschen oder Gäste mit empfindlicher Haut. Aromatisierte Aufgüsse und längere Aufenthalte von 10–20 Minuten sind üblich.
3. Infrarotkabine
Infrarotkabinen erwärmen nicht primär die Luft, sondern den Körper direkt durch Infrarotstrahlung. Die Temperaturen liegen deutlich niedriger (30–60 °C), die Wirkung ist dennoch tiefenwirksam. Sitzungen dauern meist 15–30 Minuten und sind schonender für Menschen mit Kreislaufproblemen. Wichtig: ausreichend trinken, da die Schweißproduktion trotzdem hoch sein kann.
4. Dampfbad (Hamam)
Das Dampfbad arbeitet mit nahezu 100% Luftfeuchte bei moderaten Temperaturen (40–50 °C). Es ist besonders haut- und atemwegsfreundlich und wird häufig in Kombination mit Peelings oder Massagen verwendet. Die Mineralien im Wasserdampf können die Schleimhäute beruhigen.
5. Salz- und Sole-Saunen
Salzsaunen kombinieren trockene Hitze mit salzhaltigen Oberflächen oder Inhalationen. Diese Saunaformen sind gut für Atemwege und Haut und bieten oft ein mildes Klima (50–70 °C). Die Salzpartikel können eine wohltuende Wirkung bei Bronchitis oder bei Hautproblemen entfalten.
6. Kräuter- und Aromasauna
Kräutersaunen nutzen natürliche Pflanzenessenzen wie Kamille, Eukalyptus oder Rosmarin. Die Temperaturen variieren, der Schwerpunkt liegt auf den ätherischen Ölen, die entspannend oder belebend wirken können. Solche Saunen sind ideal zur Kombination mit Therapien oder zur Förderung der Regeneration.
Tipps zur richtigen Nutzung
- Vorher duschen: Sauberkeit ist Pflicht — vor dem Saunagang gründlich duschen und abtrocknen.
- Dauer und Intervalle: 8–15 Minuten in der Sauna, danach 5–10 Minuten Abkühlung; 2–3 Durchgänge sind für die meisten optimal.
- Temperaturwahl: Anfänger oder gesundheitlich eingeschränkte Personen beginnen bei 50–70 °C; erfahrene Saunagänger genießen 80–100 °C in der finnischen Sauna.
- Abkühlung: Kaltes Abduschen, Tauchbecken oder ein kurzer Sprung ins kühle Wasser fördert die Durchblutung. Niemals überstürzt handeln — langsam abkühlen.
- Hydration: Vor und nach der Sauna ausreichend trinken (Wasser oder Kräutertee), Alkohol ist tabu.
- Hygiene und Etikette: Auf ein Handtuch setzen, keine direkte Hautagonkontakt zu anderen, leise Verhalten und kein Mobiltelefon.
- Kontraindikationen: Bei akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, fiebrigen Infekten oder Schwangerschaft vorher mit dem Arzt sprechen.
Fazit
Ob traditionelle finnische Sauna, modernes Infrarot oder atmosphärische Kräutersauna: Für jeden Geschmack und Gesundheitszustand gibt es passende Saunatypen. Wichtiger als die Wahl der Sauna ist die richtige Anwendung — auf den Körper hören, ausreichend Pausen einlegen und Hygieneregeln beachten. So wird das Saunieren zu einer sicheren und nachhaltigen Quelle von Erholung und Wohlbefinden.
Haben Sie eine Lieblingssauna oder eine persönliche Routine? Teilen Sie Ihre Erfahrung in den Kommentaren!

Lena M.
Toller Beitrag! Ich nehme seit Jahren regelmäßig an Aufgüssen teil. Ein Tipp von mir: Vor dem ersten Aufguss immer tief durchatmen und lieber auf der mittleren Bank anfangen.